Custodia · Vertrauen und Verifikation
Unterschiedliche Arten von Vertrauen dürfen nicht verwechselt werden.
Ein Siegel kann institutionelle Genehmigung ausdrücken. Es ersetzt weder die Integrität von Metadaten noch eine Prüfsumme, eine kryptografische Signatur oder eine Identitätsaufzeichnung.
Sechs eigenständige Ebenen
- Visuelles Siegel
- Ein institutionelles Zeichen. Es ist dekorativ und deklarativ, kein kryptografischer Nachweis.
- Institutionelle Genehmigung
- Eine aufgezeichnete Entscheidung, mit der Triluna Verantwortung für einen bezeichneten Publikationsstatus übernimmt.
- Archivmetadaten
- Kennung, Version, Datum, Lebenszyklus, Sichtbarkeit, kanonischer Status, Quellprojekt und Zusammenhang der Ablösung.
- Integrität durch Prüfsumme
- Ein Prüfwert, mit dem sich feststellen lässt, ob eine bestimmte öffentliche Datei verändert wurde. Für institutionelle Bibliotheksaufzeichnungen wird gegenwärtig keine Prüfsumme herausgegeben; Testnet-Protokollhashes ändern diesen Publikationsstatus nicht.
- Kryptografische Signatur
- Ein mit einem verwalteten privaten Schlüssel erstellter und mit einem öffentlichen Schlüssel prüfbarer Nachweis. Triluna besitzt weder ein institutionelles Signaturverfahren noch eine produktive Schlüsselrichtlinie; das getrennte aktive Chain-Testnet verwendet nur simulierte Einwegschlüssel.
- Identitätsreferenz
- Eine Referenz auf die Renkan ID der verantwortlichen Person oder Handlung, wenn private Arbeitsabläufe sie später erfordern; die Referenz verleiht keine projektbezogenen Rechte.
Gegenwärtiges Verfahren
Zuerst Metadaten; Testnet-Kryptografie bleibt nicht autoritativ.
Stabile Archivfelder und kanonische URLs bleiben die Grundlage der Verifikation institutioneller Publikationen. Das aktive, ausdrücklich nicht produktive Labor triluna-testnet-2 erprobt kanonische Kodierung, Hashes, simulierte Signaturen und ausschließlich ergänzbare Nachweise, ohne Testereignisse zu institutionellen Aufzeichnungen oder produktiver Autorität zu machen. Institutionelle kryptografische Signaturen werden erst ergänzt, wenn Verfahren für Schlüsselerzeugung, Verwahrung, Rotation, Widerruf, Wiederherstellung und Verifikation dokumentiert und praktikabel sind.
Archivkennungen
Die allgemeine Form lautet FT-YYYY-NNN. Optionale zweigbezogene Formen bleiben vorbehalten. Eine Kennung lokalisiert eine Aufzeichnung; sie beweist nicht, dass diese öffentlich, kanonisch, genehmigt oder kryptografisch signiert ist.
Grenze der öffentlichen Verifikation
Derzeit erfüllt kein Beispiel die Voraussetzungen für eine öffentliche Bibliotheksausgabe. Private, halböffentliche, schlüsselgebundene und reine Beispielaufzeichnungen bleiben außerhalb des öffentlichen Builds, statt eine nicht verlinkte URL als Schutz zu verwenden. Der Testnet-Verifikator prüft öffentliche Nachweisobjekte und eingefügte Offenlegungspakete lokal im Browser; private Offenlegungsinhalte werden nicht hochgeladen und es wird keine Analyse eingesetzt.